Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon Stonebreaker888 » 10.04.2020, 01:42

Corona- Langeweile

Ich weiss ja nicht wie Euch es geht, aber ich verblöde hier bald.
Mir ist langweilig. 33 grad, keine Wolke am Himmel, Pool und Beach und trotzdem. Lange Weile macht erfinderisch, Beaches haben geschlossen, egal. 21 Tonnen Beach Sand aufs Grundstück gekippt, schön verteilt, habe ich nun meinen eigenen hinterm Haus, einen Hummer in der Einfahrt, den zweiten zum Umbau in der Garage und trotzdem. Es herrscht eingeschränkte Bewegungsfreiheit und das Geld sollte auch zusammen gehalten werden.
Im Job die Arbeitszeit von Dienstag bis Freitag auf je 10 Stunden reduziert bin ich bei weitem nicht ausgelastet und werde nun Montags und Samstag wieder ein paar Häuser abreisen, macht Spaß und wird gut bezahlt.

Ich hatte ja schon mal für ne Zeit hier schicke Häuser umgehauen, jedes ist anders und wird somit nicht langweilig. Infolge von Irma, Feuer, fehlenden Dachrinnen und daher unterspülte Fundamente, im Auftrag der Stadt (Drogen (- Handel) häuser) oder einfach nur weil zu viel Geld da ist, hier wird gebaut wie ich es noch nirgendwo auf der Welt gesehen habe.
In der Firma welche meinen Hauptjob bildet, entwickeln wir neue Baugebiete auf welchen 200, 300, 500, 800 oder gar 1200 Häuser in einem Stück Platz finden.
Ich dachte mir immer, wer soll hier bloß die ganzen Häuser kaufen? Tja, wenn man sich dann das Klientel ansieht sind es Menschen aus aller Welt. Es gibt die Lottogewinner, Erben, ehem. Firmeninhaber die verkauften, aber auch Snowbirds (Menschen die in den Nordstaaten und Canada leben) die nur im Winter hier leben, Europäer und somit auch Deutsche die hier ein Haus für sich selbst und/oder darüber hinaus zum Vermieten bauen, nicht zu vergessen die gut betuchten Rentner die sich bei milden Klima nach dem wohlverdienten Ruhestand sehnen.
Die Preise beginnen hier bei Low $200.000 bis High $400.000 in normalen Wohngebieten, $300.000 bis $800.000 in anderen. Es gibt aber auch welche, da beginnen die Preise bei $400.000 bis $4.000.000 ja und die Finesse ist unbestritten Naples hier an der Süd West Küste, da entstehen Häuser von $3.000.000 bis $15.000.000 und sogar $50.000.000. Mangels Baugrundstücke unter Gleichgestellten, werden hier eben vorhandene Häuser gekauft, abgerissen und neue den eigenen Vorstellungen nach, gebaut.

Ich habe ein Jahr lang hier Häuser abgerissen, um die 100 Stück in dem Zeitraum. Für ein normales um die 200qm brauche ich einen Tag, die Hütte zusammenlegen, verladen, aufräumen und ab zum nächsten. Hat es einen Pool werden es auch einmal zwei Tage. Ich hatte aber auch schon Häuser die dauerten 4 bis 6 Tage (500 bis 2.000 qm Wohnfläche). Ein besonderes, war in Naples. Mein Boss sendete mir die Adresse und Text, ich solle schon mal hinein sehen, schauen wie Wasser und Abwasserleitungen verlaufen um diese sichern zu können.
Ich kam also an und dachte, hier stimmt was nicht. Eine riesen Hütte, schneeweiß, schwarzes Dach, all die Bäume, Palmen, Hecken, Büsche und Rasen, top gepflegt und weit und breit kein Mensch. Ich betrat das Grundstück, immer in der Angst gleich kommen die Cop’s weil mir mein Boss vielleicht die falsche Hausnummer schickte. Hinterm Haus ein Mega- Pool, Whirlpool und toller Bootlift. Über die Terrasse ein paar Stufen rauf sah ich in die Küche welche noch vorhanden war. Tür aufgehebelt und rein da, voll eingerichtet, begehbare Kühlschränke, Inductionsherd, Backöfen, Geschirrspüler, Mikrowelle, alles sah brandneu aus. Die Bäder, der Hammer, begehbare Kleiderschränke, ach was sage ich, Kleiderzimmer, Jacouzzi Badewannen und und und.
Ich googelte die Adresse bei Zillow und das sagte mir, dieses Haus wechselte sechs Wochen vorher für $7.550.000 den Besitzer.
Was würdet Ihr denken? Hier konnte nur etwas richtig Falsch laufen. Kurz darauf kam mein Bagger. Der Lowboy Driver, so werden hier die Tiefbettransport Fahrer genannt, lud den Bagger ab und verschwand wieder. Ich rief den Boss erneut an. “Hey Boss, die Adresse 3833 R…., in Naples ist die Richtig?” “Yes, Hurry up”( Ja ,los fang an). OK.
Unfassbar, eine Woche später war die Hütte Geschichte und noch während der letzten Arbeiten erfuhr ich, das Grundstück stehe nun zum Verkauf für $9.395.000.
Der Whirlpool steht nun bei mir hinter meinem Haus und ich liebe ihn, dazu noch einige Palmen.
Aus einem anderen $2.000.000 Haus hatte ich mir bereits die brandneuen, schwarzen Elektrogeräte wie Herd, Geschirrspüler, Kühl- Gefrierschrankkombi und Mikrowelle mit genommen, alle von Whirlpool und nie benutzt, in der Mikrowelle war der Glas- Drehteller noch in Folie eingeschweißt. Einige Küchenmöbel sowie ein Geschirrspüler mit (ja, richtig) Fernbedienung ist nun in meinem Airstream Trailer verbaut. Ich liebe America.
Ich brauchte also einen Nachschlag, Häuser hier abzubrechen macht ungeheuer Spaß und so komme ich trotz Corona auf mein Geld indem ich mich Montags und Samstag austobe aber, ich brauche unbedingt bald einen Anhänger für mehr Geschenke.

https://www.youtube.com/watch?v=oIlPTH9G8uQ
https://www.youtube.com/watch?v=qgv81m_Zsmo
https://www.youtube.com/watch?v=ax5uyYJmYQE

Abbruch in den USA läuft komplett anders als in Deutschland, vorherige Entkernung, sichern von noch verwertbaren Bauteilen wie Tore, Türen, Fenster oder gar Klimaanlagen, Fehlanzeige (keine Zeit, keine fähigen Leute, keine Lagermöglichkeiten und geordneter Vertrieb). Auch die Baustoffe werden nicht sonderlich getrennt. Ich gehe meist durch die Garage, also mit dem Bagger.
Dach eindrücken, Garagentor und Sturz eindrücken und rein ins Haus. Dachstuhl und Zwischenwände, alles schön zusammen legen und auf nen Haufen im inneren des Hauses bilden, dann die Truck rückwärts zu mir ins Haus lotsen und alles verladen. Das geht dann in die Firma und wird auf einem Sortierband nach Baustoffen sortiert. Die Aussenwände, Betonplatte, Fundamente und Pool’s gehen separat verladen auf ein anderes Gelände, ebenso wie die Palmen um die es mir immer wieder unendlich leid tut, ich hätte sie gerne alle bei mir zu Hause.
Ich habe mehrere Tresore, in Verstecken in Böden und Wänden gefunden, verschlossen ohne Schlüssel oder Kombinationen. Es ist immer wieder aufregend einen solchen Fund mit dem Bagger zu knacken und bis jetzt war leider noch kein FUND eingetreten der mich in die sofortige Rente gehen lässt, vielleicht kommt aber mein Tag noch.
Einmal, es war ein Haus in dem noch Möbel standen, lud ich diese mit den Baumischabfällen zusammen auf Trucks. Abends in der Firma angekommen wurde ich äußerst freundlich von den Sortierkräften begrüß, sie hatten in einer Couch $500 gefunden, seit diesem Tag schlitze ich nun jede Couch die ich sehe vorher auf und durchsuche sie denn vom Aufteilen eines solchen Fundes halten meine Arbeitskollegen nichts.
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon Stinkmarder » 10.04.2020, 17:15

Moin Daniel.

Danke für den Bericht.
Ostern ist hier auch etwas ungewöhnlich ohne Osterfeuer. An dem war ich fast immer zwei Tage beschäftigt.
Im Job hat sich bei mir nix geändert. Sind beide Systemrelevant.
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon US-Car-Fan » 12.04.2020, 19:13

Sehr sehr spannend was du mit uns teils , icon_thumleft ich ( als große USA FAN ) finde sowas total interessant
Ich danke dir icon_thumright
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon Stonebreaker888 » 16.04.2020, 00:10

Danke für das Feedback, komme mir schon langsam vor als schreibe ich nur für mich selbst. Auf der einen Seite bat man mich weiter über das Leben hier zu berichten und wenn ich es mache, kommt fast nix.
Morgen habe ich keinen Abbruch und leider habe ich mich ein paar Wochen zu spät entschieden wieder damit anzufangen. Da nämlich war wieder so ein Fall der mir entgangen ist und dieses mal in Cape Coral.
Einer kaufte ein Haus, läppische vier Stockwerke hoch zum Preis von Sage und Schreibe, $14,5 Mio. Anfangs wollte er es weil es ihm auf seinem neuen Grundstück nicht weit genug am Wasser steht, umsetzen lassen.
Die Kosten hierfür waren jedoch utopisch, also weg mit der neu gekauften Hütte und nun wird eben ein neues, weiter am Wasser gebaut.
Machmal denke ich, ich komme vom Mond und nicht aus Europa, ich kann es einfach nicht nachvollziehen.
$14,5 Mio für Haus und Grund ausgeben und aus einer Laune heraus mal eben (der Abbruchpreis ist nicht mal erwähnenswert) $5, $8 oder $10Mio für einen Neubau ausgeben, ich meine, es ist Cape Coral, nicht Malibu oder Miami, da kommt das Brackwasser aus dem Caloosahatchee River in den Golf von Mexico, ist meist braun und hat noch nicht mal einen richtigen Beach.


Aber das hier war der absolute Spitzenreiter:

https://therealdeal.com/miami/2018/11/2 ... a-new-one/

https://www.google.com/maps/place/2500+ ... -81.803459

$48,8 MIO für ein Grundstück, no more comments.
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon Dan » 16.04.2020, 15:06

Immer interessant zu hören wies es richtig läuft. Er hat halt in der Verhandlung 12M rausgeholt. Dafür kann man dann neu bauen.
Nur in Europa sind auch die Leute, die es sich leisten können zu ängstlich um das Geld zu investieren.
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon US-Car-Fan » 16.04.2020, 15:36

Ist wirklich der Knaller was für Summen die Leute da einfach vernichten für scheinbar Häuser wo wir normalos nur träumen können .
Ich finde es schon Heavy

Aber das ist Amerika .
du fährst durch bestimmte Gegende wo man weit und breit sehr viel Armut sieht , während unsere letzte Reise haben wir durch Zufall gesehen wo sogar auf der Strasse Zelten reihenweise aufgestellt werden und dort Obdachlosen leben , was scheinbar toleriert wird.
Oder was ich auch vor Jahre gesehen habe das an einem Straßenrand zig Supermarkt Einkaufswagen von Obdachlosen parallel zu einander standen , alle berghoch voll geladen , die standen da wie geparkte Autos , bestimmt mindesten 20-30Stück , wir waren sprachlos von den Anblick .
Auf der andere Seite haben wir diese Reichtum was man auch an sehr viele Orten sehen kann .
Aber deine Zahlen machen mich auch sprachlos
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon Stonebreaker888 » 16.04.2020, 23:42

Im Anhang an meinen letzten Bericht, schaut Euch mal das Haus zwei Grundstücke weiter unten an, der Neubau kostete $50Mio und hat unter allen neuen Bauten eine Garage für 70 Auto’s, da kann man jede Menge Toys einlagern, die beiden Türme in der Front zur Straße beinhalten Spielzimmer für die Enkel mit Hüpfeburgen, Kino etc.
Ich weiss wem es gehört und der Typ macht $16,7 Mio pro Jahr Was sind da schon $50Mio für ein neues Heim.

Wenn man in diese Straße fährt und sehr sorgsam auf seine Umgebung achtet, sieht man an beiden Seiten unscheinbare Masten mit Scanner und Kameras. Ist ein Kennzeichen nicht als Bewohner gelistet was diesen Punkt passiert, rückt sofort die Security raus, sie stoppen Dich nicht aber sie beobachten Dich. Mir erging es genau so als ich an einem Sonntag mit Hummer und Trailer meinen Whirlpool da abholte.
Drei Tage nach Hurrikan Irma war es die erste Adresse an die uns die FEMA schickte. Mit zwölf Radlader waren wir dort und räumten da auf, bargen Äste, umgestürzte Palmen und deren Wedel, erst am nächsten Tag ging es in normale Wohngebiete wo die Menschen mit halb eingestürzten Häusern und blockierten Straßen auf uns warteten. Es ist eben eine komplett andere Welt.

Betr; US-Car-Fan

Obdachlose (2018 waren es hier keine 3000) sehe ich hier verhältnismäßig wenige was aber auch dem Klima geschuldet ist. Stell Dir vor wie es ist bei 35 grad im Schatten den Tag verbringen zu müssen, nicht am Beach sondern an einer Kreuzung um nach Geld zu betteln. Du bekommst nach zehn Minuten nen Knall in der Sonne. Und dann die Nächte. Erst vorgestern Abend war ich unterwegs, mit dem Hummer 21:00 Uhr zur Tanke, alle Fenster offen und das Thermometer um die Uhrzeit zeigte 30 grad. Es gibt eine hohe Luftfeuchtigkeit, vergesse ich einmal die Auflagen der Sonnenliegen reinzuholen sind sie komplett nass und sobald es dunkel wird, jede Menge Moskitos. Wo will man dann schlafen, in einem Zelt ohne Klimaanlage? In Parks oder wilden Wäldchen, krabbelt und kriecht so ziemlich alles herum, Würmer, Käfer, Frösche, Salamander, Ameisen, Skorpione und nicht zu vergessen die nachtaktiven Schlangen (80 killte ich alleine in 2018 mit meinem Truck, ausversehen natürlich :pdt06: ), es gibt gefühlte 1Mio Alligatoren (da liefen mir nur zwei unter den Truck und Hummer), aber auch Panther und Bären gibt es hier, eine Armee von Waschbären, die sind rotzfresch so das meine Mülltonne mit Gurt gesichert ist. Ich fand es in California schlimmer, besagte Zelte unter den Brücken, hunderte alte Camper am Pazifik Abends geparkt, 2019 soll es allein in LA County um die 60.000 gewesen sein.
Du schriebst, “was scheinbar toleriert wird”… und das finde ich wiederum hier gut. Man sieht, wenn man einen Homeless People sieht aber auch das ihm geholfen wird. Hier kann man sehr schnell unverschuldet fallen und das wissen die Menschen. Es liegt aber auch in der Erziehung, man bringt schon den Kindern bei, mehr geben statt nehmen und wenn man gibt kommt bestimmt etwas zurück.
Für mich war anfangs das alles neu, aber ich bin ein interessierter Mensch, hinterfrage eben vieles auch im Bezug auf Homeless Situation und auch auf den Reichtum vieler Menschen hier, ich frage dann einfach aus dem Bauch heraus wie sie zu ihrem Geld kamen und ihr glaubt nicht was man da für Geschichten hört.
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon achim1000 » 17.04.2020, 17:09

Stonebreaker888 hat geschrieben:Danke für das Feedback, komme mir schon langsam vor als schreibe ich nur für mich selbst. Auf der einen Seite bat man mich weiter über das Leben hier zu berichten und wenn ich es mache, kommt fast nix.
Also ich lese Deine Nachrichten immer gerne, bleib dabei! icon_thumleft
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon Stonebreaker888 » 18.04.2020, 02:55

Leben in den USA

Nun mal zu der Kehrseite. Was braucht man um in Amerika gut zu leben. Das ist jetzt aus der Sichtweise der Amerikaner gesehen.
Zu Erst einen Job. Gut bezahlt und mit Überstunden denn die bringen das Geld. 50% auf den normalen Stundenlohn. Ganz klar an zweiter Stelle, ein Haus. Mindestens drei Auto’s im Haushalt, besser mehr.
Dann spaltet sich die Meinung. Für die einen, ein Motorrad oder Oldtimer, amerikanisch natürlich, für andere einen RV oder Motorhome, wieder andere brauchen ein Boot und oder Jetski.
Das alles geht recht schnell, lauern doch überall die verlockenden Angebote, wenig oder keine Anzahlung, lange Laufzeiten so nach dem Motto, lebe heute und bezahle morgen.

Man braucht hierfür nur einen guten Creditscore (Kreditwürdigkeit) den man in ca. zwei Jahren aufbaut. Wie das läuft? Man beantragt wenn man sie nicht schon von seiner Bank aufgeschwatzt bekommt eine Kreditcard. Die Bank bestimmt das Limit und schon geht es los. Na ja, nicht ganz. Ich hatte davon keine Ahnung. Ich hatte meine Bankcard, die von meinem Deposit, also normalen Konto wo das Gehalt eingeht und eben die Daueraufträge runter. Daneben gibt es das Konto (Account) Creditaccount mit Creditcard und das ist Geld der Bank. Es gibt dann noch andere Optionen wie beispielsweise ein Sparkonto. Einen Savingaccount, also ein weiteres Konto mit oder ohne Card auf dem man eigenes Geld anspart, das kann entweder durch eigenes Umbuchen von Geldbeträgen erfolgen oder man sagt der Bank, hey, transferiert mir jeden Monat Betrag X von meinem Hauptkonto am Tag X auf mein Sparkonto.
Die Bank will, das Du Deine Konten nicht überziehst, da droht Strafe in Form von Gebühren und die beeinflussen Deinen Creditscore negativ. Was die Bank allerdings will ist das Du zum täglichen bezahlen Deine Creditcard belastest, also Deinen Creditaccount, denn das kostet Dich Geld (Zinsen).
Einmal im Monat bekommst Du dann von der Bank bescheid was Du als Minimum wann zurück zahlen musst und das wird wenn Du es pünktlich machst, positiv auf Deinen Creditscore ausfallen. So einfach ist das.

Ich machte am Anfang alles falsch. Ich bekam zusammen mit den Karten den ganzen Papierkram, Ich sah nur Zinsen, Gebühren und Strafzahlungen bei Überziehungen etc.
Ich dachte mir was soll’s, ich will kein Geld der Bank, ich verdiene doch mein eigenes, bestreite damit meinen Lebensunterhalt in Bar und bezahle meine Rechnungen. Mein Creditscore war Grottenschlecht und ging nicht rauf. Irgendwann fragte ich bei der Bank nach und man erklärte mir es. Ich soll die Creditcard nutzen.
Ich tat’s und siehe da, es bewegte sich etwas. Ich erfuhr auch, das wenn man irgendwo eine Finanzierung abschließt, einen TV oder ein Auto kauft, sich dann Dein pünktliches Verhalten im Bezug auf die Rückzahlungen sich positiv auf Deinen Creditscore auswirken, man wird also indirekt dazu gezwungen Schulden zu machen um seine Kreditwürdigkeit aufzubauen.
Wozu braucht man eigentlich einen guten Creditscore? Das geht schon bei einer simplen Wohnungssuche zur Miete los, der Creditscore ist ein wichtiger Faktor im Bezug auf die Vergabe und wer rechnen kann bemerkt auch schnell, es ist besser ein Haus zu bauen oder zu kaufen, als eine(s) zu mieten.

Ich weiß, ich habe jetzt weit ausgeholt aber es diente der Verdeutlichung warum man hier einen guten Creditscore haben muss.

Gut, wenn der Creditscore nun also gut ist, die 20% des Kaufpreises für ein Haus Deiner Wahl vorhanden ist geht es auch schon klar, Du hast Dein eigens Haus und Dein Creditscore geht automatisch rauf. Dein Kreditrahmen für Deine Creditcard erhöht sich, alles schön.
So lange Du den Job behältst, Deine Gesundheit, kein Hurrikan oder Corona Dich ausbremst denn dann kann es sehr schnell abwärts gehen.
Im Job gibt es hier keine Sicherheit, keinen richtigen Vertrag, keinen Kündigungsschutz oder Fristen, wenn Dein Boss morgen sagt er will Dich nicht mehr, dann war es das. Zum Thema Gesundheit, viele Firmen habe eine mit dem Job verbundene Krankenversicherung, einige Firmen teilen die Kosten hierfür auf, 50% trägt die Firma, 50% Du, andere so wie meine Firma bezahlt sie zu 100%.
Krankheit sieht hier niemand gerne, wegen ner Erkältung, Magenverstimmung, Migräne etc. bleibt hier keiner zu Hause, der Job könnte morgen weg sein und Krankengeld gibt es auch keines.
Einen Unterschied gibt es aber im Bezug auf Arbeitsunfälle, da gibt es Zahlungen die sich aber negativ auf die Beiträge der Firma auswirken, was wiederum auch keiner gerne sieht. Hat man vielleicht in kurzer Zeit zwei Vorfälle kann es schon passieren das man seine Job verliert.

Ja und dann gibt es natürlich die schlimmen Fälle, beispielsweise Krebs. Die Kosten welche die Krankenhäuser aufrufen sind immens, die Krankenkassen zahlen nur einen Bruchteil dessen was es kostet. Hat man das Geld nicht wird mal schnell Dein Haus belastet oder ist sogar im schlimmsten Fall weg, dann droht schnell die Obdachlosigkeit.
Natürlich kann man sich privat zusätzlich versichern, aber mal ehrlich, wer tut das schon freiwillig zumal dieser Service hier mindestens doppelt so teuer wie in Deutschland ist und MIR passiert doch eh nichts.

Ich muss jetzt zurück zum Anfang gehen. Neben dem Job, dem Heim kommen nun nicht zuletzt wegen der großen Distanzen und schlechten oder fehlenden Nahverkehr hier die Mobilität ins Spiel, ohne Auto bist Du erschossen. Am Besten ist es, man hat mindestens zwei denn mit der Pflege und somit Zuverlässigkeit haben es die Menschen hier nicht so, fällt eines aus springe ich eben schnell in das andere Fahrzeug. Die Kosten, natürlich in den meisten Fällen finanziert, dazu Versicherungen die nicht billig sind und deswegen nicht wenige darauf verzichten, summieren sich schnell.
Hat man mal einen unverschuldeten Unfall kann es trotzdem sein das man kein Auto mehr hat weil der Verursacher keine Versicherung hatte und du den Schaden nicht ersetzt bekommst. Man kann versuchen über Anwalt und Gericht sein Recht zu erkämpfen aber mal ehrlich, wenn einer schon kein Geld für die Versicherung hat, wo soll er dann mehrere Tausend oder Zehntausend Dollar für die Schadenregulierung und Mietwagen für Dich her nehmen.

Ein weiterer Kostenfaktor sind hier die Kinder. Es geht schon mit deren Geburt los, meist unter $10.000 Krankenhauskosten nicht zu haben. Deren Entwicklung und Leben, sie können nicht wie in Deutschland täglich raus, hier dem Klima und dem Wildlife geschuldet. Was sollen sie also den ganzen Tag tun, nicht wenige hängen nun so vorm TV, Computer und Spielkonsolen herum, werden schnell übergewichtig etc. Soll aus ihnen etwas werden, müssen sie auf’s College und/oder Uni und das kostet, $100.000 sind da schnell erreicht.
Dann die Lebensart der Amerikaner, was muss ich alles haben, alles natürlich. In jedem Zimmer TV’s, Wohnzimmer, Küche, in jedem Schlafzimmer, auch bei den Kindern, ich sah viele Flat Tv’s in Garagen hängen aber auch hinten, draußen auf den Terrassen, dann müssen Waffen her, ist das Recht jedes Amerikaners und man muss sich schützen.
Barbecue ist Pflicht, genau so wie Sport, auch wenn man ihn nicht selbst treibt sondern nur zuschaut, das kostet auch. Angefangen bei den TV- Gebühren oder Karten bei Sportveranstaltungen, den Fan Artikeln die jeder haben muss.
Um es hier abzukürzen, die Amerikaner verdienen gut, viele sogar sehr gut aber sie verbraten alles, sie leben aufgrund des Konsums ständig von der Hand in den Mund und bilden fast keine Rücklagen, tritt dann ein oben genannter Erstfall ein ist es meist der Anfang vom Ende.
Es gibt Millionen die alles verloren weil sie oder Familienangehörige krank wurden und sie sich die Behandlungskosten nicht leisten können.

Ich nehme mich hier nicht aus/raus oder wie sagt man. Ich konsumiere auch ergiebig aber ich spare auch, ich brauche immer eine Reserve für Notfälle.

Ich will das Thema erst einmal abschließen, Schuld ist Dominiholz hier aus dem Forum :) der mich fragte wie denn die Lebenshaltungskosten hier im Vergleich zu Deutschland sind.
Ich schreibe gerade mein zweites Buch über meine Auswanderung und das Leben hier, darin gehe ich sehr genau auf solche und andere Dinge ein, ich lasse es Euch wissen wann und wo es erscheint, denn letztlich ist das hier doch ein AutoForum auch wenn achim1000 mich hier noch nicht abgemahnt hat :pdt23: :pdt06: .

Einen schönen Abend noch, obwohl bei Euch ist ja gleich wieder Morgen
Euer stonebreaker888
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon US-Car-Fan » 18.04.2020, 13:28

Hi,

zu dem Wetter im Sunshine State ist wirklich wie du sagst, ist auch nicht jede man Sache , gerade Sommer, aber für mich persönlich 1000 mal lieber als das Wetter in Deutschland, Winter ist lang, vor allem dunkel , dadurch die tage extrem kurz, die menschen wirken deprimiert , und wenn die Menschen im allgemeinen sowieso schon unfreundlich und kalt wirken wie hier in D. dann erst recht , dann sind alle Bedingungen perfekt ....

Ich kann mich noch sehr genau erinnern an meine erste 4 Wochen in Florida,im Frühjahr, ich war jede morgen um Kurz nach 8h mit dem Wagen unterwegs ,ca. 10-15min Autofahrt, eine odernbeide Fensterscheiben runter und die frische Brise geniessen , es war einfach traumhaft schön ,hier unvorstellbar ,Abends genau so, tagsüber am bestens mit geschlossene Fenster und AC, teilweise ging aber auch gut nur mit offene Fenster, dann Abends im Garten ein Bier geniessen, einfach schön
Zu der gleiche Zeit in D. müßte man mit geschlossene Fenster fahren und vor allem Heizung anmachen.


Obdachlosen habe ich tatsächlich im Vergleich zu mansche andere Ecken in USA relativ wenig gesehen, trotzdem genug...
Extrem schlimm fand ich in LA oder im Industriegebiet am Stadtrand von Las Vegas



Ich hatte mit eine Freundin gesprochen die frühe in USA gelebt hat ( Jetzt ist sie in D wegen Ihrem Mann, aber drüben gefällt es Ihr besser als hier bei uns) und sie hat mir unter anderem auch erzählt wie die Krankenversicherungen sind und and auch das die Löhne teilweise sehr gut bzw. hoch sind
Aber was die Krankenversicherung angeht habe ich da eine Frage:
Heißt es wenn du ein guten Arbeitgeber der die Krankenversicherung übernimmt du so gut aufgehoben bist wie wir hier in D oder sind die Leistungen trotzdem sehr unterschiedlich ?



Wenn ich in USA unterwegs bin frage ich mich auch immer wieder was passiert oder was muss ich machen wenn ich ein Autounfall habe und der jenige keine Autoversicherung hat :pdt23:
Ist eine Autoversicherung nicht Pflicht wie eigentlich in ganze EU ? oder ist pflicht aber die Menschen halten sich nicht dran und werden nicht bestraft ?



Ich danke dir nochmal das du mit uns gewisse Sachen bis ins kleinste Detail teils icon_thumright
Ich muss gestehen das ich schon immer lesefaul gewesen bin und oft Beiträge wo viel geschrieben würde überfliege :pdt06: Aber deine Texte lese ich Komplet ( gut , ich interessiere mich halt sehr nicht nur für US-Cars sondern auch für diese Wunderschöne Land mit freundliche und hilfsbereite Menschen )
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon Stonebreaker888 » 18.04.2020, 15:53

Hi, bin gerade um 9:00 Uhr aufgewacht, einen Kaffee gemacht und mit nem Moods Cigarillo vor die Tür eine rauchen, nur in Badeshorts in die Sonne gepackt, es sind 27 grad und 32 werden es heute. Auf dem iPad sah ich hier ins Forum und Deine Antwort.

Es sind genau diese Momente die mir sagen, ich habe alles richtig gemacht, ich weiß genau was Du meinst. Ich meine, was soll an solch einen Tag passieren, er kann nur gut werden. Die Freundlichkeit meiner Mitmenschen hier überrascht mich jeden Tag aufs neue und ich habe oft meinen Bekannten davon erzählt wie es in Deutschland läuft, die meisten Menschen sind unglücklich und ziehen ein Gesicht. Das war nicht immer so, für mich begann dieser Wandel um die Zeit der Einführung des Euro also 2001.
Das Gefühl zu haben, man wurde um die Hälfte seines Vermögens und weitere Einkünfte betrogen, exorbitante Steuern, all die absurden Regeln und Gesetze, der Wegelagerei der Cops, die nur Dein Geld wollen ständig unterworfen zu sein, mehr als ein halbes Jahr nur für Abgaben zu arbeiten, eigentlich ganz Europa als Deutscher am Leben zu erhalten das deprimierte schon, das alles kotzte mich so an und irgendwann war das Fass voll.

Ab heute sind die Strände in Florida wieder geöffnet und ab Montag läuft das normale Leben wieder an, Corona ist zwar noch da und wir werden noch lange damit leben müssen, es gilt immer noch sich und andere zu schützen aber die Politik hat erkannt, die Wirtschaft muss laufen, die Menschen brauchen Einkünfte und Freiheiten. Ich würde Dir gerne das Audio mitteilen können welches hier zeitgleich herrscht.
Nur 500 Meter von einer Tankstelle entfernt steht mein Haus, die Leute betanken Pickups und Boote auf Anhänger, Harleys und normale Autos, laute Musik dröhnt aus den Fenstern, sie kaufen Bier, Soda und Eis, gehen gleich auf Tour denn es ist Wochenende und genau dafür leben sie hier.

Ich habe drei Tage frei, keinen Abbruch heute oder am Montag, ich will an meinem Buch und hinterm Haus arbeiten, grillen, viel in den Pool gehen. Heute 32, morgen 34 und Montag 33 grad, die ganze nächste Woche 33- 35 alles wie es sein soll. Ich habe hinterm Haus ein Loch ausgehoben, Betonplatte gegossen, Wände erstellt und meinen Whirlpool drinnen versenkt, es sieht besser aus und man wird ja auch älter :) ich werde noch die Feinarbeiten daran erledigen, meine PVC Rasensprinkler- Leitung reparieren die ich ausversehen zerstörte, also ab zum Baumarkt. Es gibt nichts schöneres als Abend nach dem Job im Whirlpool zu liegen, entspannt bei Grillen Geräuschen zu den Sternen zu schauen und den Tag so ausklingen lassen.
Morgen will ich mal an den Beach, hängt vom Wind ab denn ich habe das Kite Surfen für mich entdeckt.

Jetzt zu Deinen Fragen. Krankenversicherung, da bin ich auch nicht der Profi, ich war noch nie richtig krank, nen gebrochenen Zeh, eine Rippe, mal nen Schnitt in die Haut, Bandscheibenvorfall, so was heilt sich alles von allein :) Ich hänge hier mal ne Kopie meine Healtcare- Plan rein, ich habe die Option 2 und mein Arbeitgeber zahlt 100%.

Bild

Krankengeld gibt es keines, es sei denn es ist ein Arbeitsunfall, das übernimmt dann eine halb staatliche Organisation, ähnlich wie die Berufsgenossenschaft in Deutschland.

Autoversicherung. Das ist natürlich ein Problem. Es gibt viele die ohne Versicherung durch die Gegend fahren, ist aber einem Fehler im System geschuldet, Das DMV (Strassenverkehrsbehörde) erfährt von den Versicherungen nicht ob einer versichert ist oder nicht. Wenn die Amerikaner ein Auto auf Pump kaufen müssen sie schon eine Versicherung der Bank vorlegen aber wenn sie nach der dritten Rate nicht mehr bezahlen können oder wollen erfährt das niemand. Ich würde immer die Cops rufen, habe es aber in meinem ersten Fall nicht getan. Ich stand auf dem nach Hauseweg im Stau, stopp and go.
Zehn Minuten ging es so und dann sah ich den Typen hinter mir im Rückspiegel, wir fuhren gerade mal so um die 30 Meter, bei 10 km/h, er starrte nur aufs Handy, mein Vordermann bremst, ich auch, der hinter mir nicht.
Er donnerte mit seinem Firmen Van in den Hummer. Ich hatte eine um 90 grad gebogene verstellbare Anhängerkupplung wegen des Airstream dran und die war das erste was er traf. Durch ihre Bauform und Länge bog sie sich nach unten, so verzog sich deren Aufnahmerahmen, Airkompressor und verbog auch meinen Rear Bumper. Ich wusste gleich, um die $2000 Schaden. Oh sorry, bla bla bla. Er gab mir seine Nummer, sagte ich solle mir keine Sorgen machen, er fährt mit seiner Firma im Auftrag von At&t, ner großen Telefongesellschaft, es wird alles bezahlt.
Ich Idiot, ich vertraute ihm, wollte keine Cops weil ich wusste das mit meiner Registration etwas nicht stimmte, Texas License Plate, meine erste Versicherung hier in Florida nur Haftpflicht.
Zwei Tage später, ich hatte bis dahin keinen Anruf von ihm, rief ich an. Die nette Stimme am Telefon…, diese Nummer ist nicht vergeben, fuck. Ich hatte mir weder Personalien, noch Kennzeichen notiert, naiv, noch geschockt? Was auch immer, das passiert mir nie wieder. Dank eBay kostete es mich um die $700 alles zu erneuern.
Heute habe ich Kasko- Versicherung aber auch bei der Zulassung des zweiten Hummers oder dem HHR will das DMV keine Versicherung sehen, kein TüV - Gutachten, nichts.
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon US-Car-Fan » 20.04.2020, 18:46

Ja, die Freundlichkeit , Offenheit uns Hilfsbereitschaft ( irgendwie hängen diese 3 Eigenschaften zusammen ) ist unbeschreiblich.

Obwohl ich nicht in USA lebe ich glaube das ich ein Buch schreiben könnte von positive Erfahrungen dies bezüglich, und das ist wie du sagst , man wird trotzdem immer wieder überrascht. Manchmal werden die sogar teilweise Aufdringlich weil die dir unbedingt helfen wollen.....
Wenn man bedenkt das man an einem Kind vorbei geht und wird von ihm gegrüßt ,benimmt sich besser oder ist besser erzogen als die meisten Erwachsenen bei uns, traurig :pdt38:
Ich finde es lustig wenn der eine oder andere hier bei uns versucht das ganze schön zu reden wie Sachen wie : "Die amis sind aber oberflächig"
Natürlich will die Kassiererin nicht mein Lebenslauf erzählt haben wenn sie mich anlächelt und sagt "hello, how are you doing today"
Aber sie lächelt mich wenigstens an und fragt freundlich wie es mir geht , hier wirst du meistens sehr unfreundlich angeschaut , wenn du überhaupt angeschaut wirst und manchmal kommt noch nicht mal ein "guten tag" oder ein "Hallo"
Oder wie ich schon erlebt habe, im Camping zb , da will mir mein Nachbar unbedingt sein ganz neu und noch verpackte Tischherd ausleihen weil er gemerkt hat das ich am Kohlegrill was wärmen wollte …. ist das oberflächig?
Oder ich putze die Frontscheibe des Autos, neben mir ist eine am tanken und holt ein Kanister Scheibenwaschanlage-Reinigunsgmittel aus sein Kofferraum und bietet mir das an , als ich sage das der Wagen nur ein Mietwagen ist und morgen wird abgegeben da sagt er sogar, egal spielt keine Rolle, hiermit geht es aber einfacher mit putzen der Scheibe..... ist das oberflächig ??? Stell dir mal vor du geht hier auf jemand zu und fragst ob er was für deine Frontscheibe hat :pdt23:
Wie ich schon oben geschrieben habe, ich könnte zig Beispiele nennen , und das nur als Besucher


Wenn ich dein Healthcare Plan richtig deute stehst du für amerikanische Verhältnisse sehr gut da icon_thumright
Hier ist aber auch nicht mehr das Gelbe vom Ei,die Regierung verliert langsam den Faden.... Der Leittragende ist der Patient .
Viele Ärzte sind im Grunde genommen nur für Krankschreibung oder um Medikamente zu verschreiben da , vernünftige Untersuchungen gibt es immer seltener ,sind überfordert und die Gesundheit der Patienten wird auf dem Spiel gesetzt , das habe ich vor Kurzem mit meine Freundin gehabt, obwohl sie ernsthafte Probleme hatte und der Zustand sogar schon Lebens bedrohlich war,wir müßten unsere vorletzte US-Reise(zufällig eine Rundreise mit start in FL) mittendrin fast unterbrechen deswegen ,für meine Freundin war keine Urlaub sondern quall , weil die Ärzte hier auf der ganze Linie versagt haben , und noch nicht mal auf Sie gehört haben.
Oder ein Bekannte von mir ist in den Notaufnahme im Krankenhaus aufgenommen worden, man hat ihm nach Hause geschickt weil er angeblich nichts hatte, durch Zufall und Vitamin B(eziehung) ist alles anderes gelaufen, wäre er nach Hause gefahren wäre der sichere Tod gewesen....
Ich bin seit einige Jahren ständig angeschlagen ( glaube das mit meine Immungssystem was nicht stimmt) immer wenn ich zum Arzt gehe: "Alles in Ordnung, Sie sind kerngesund " ja ne ist klar, ich bin angeblich Kerngesund aber bin ständig krank, aber wie gesagt, bin nur eine von vielen , beim Artz ist mittlerweile wie Fließbandarbeit,der nächste bitte, der nächste bitte, der nächste bitte… Vernünftige und Ernste Behandlungen gibt es immer seltener
In meine Familie und Freundeskreis und Arbeitskollegen habe ich die letzte paar Jahre die tollste Sachen erlebt, wir als Patienten sind nur 1 von vielen, also, unwichtig .
In manche Länder in EU ist das Gesundheitssystem nicht so gut aufgebaut wie bei uns, man muss viel aus der eigene Tasche bezahlen ,aber meistens wird man dort besser behandelt , und das ist eigentlich das wichtigste , ist ja meine Gesundheit oder Leben was eine Rolle spielt, nichts anderes,
Das nutzt uns beste System zu haben wenn es nicht funktioniert?
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Re: Mit dem H2 in the USA / Reisebericht USA 2012

Beitragvon Stonebreaker888 » 07.05.2020, 21:30

Hey Leute, wie bereits hier im Reisebericht beschrieben, schrieb ich in Texas (m)ein Buch. Ich befand mich in der Größten Krise meines Lebens die nun schon Jahre anhielt und mich auch irgendwie nach Amerika trieb.
Als dann auch hier alles zu scheitern drohte, wollte ich durch die Ausweglosigkeit diesem ein Ende bereiten, durch dieses Buch meine Beweggründe aufzeigen.
Es kam anders, ich kämpfte, ließ mich auf das unterste Level der menschlichen Zivilisation herab bis sich das Schicksal endlich wendete und sich zum Gutem wandelte. Dieses geschah aber während ich dieses Buch schrieb und ich mich zeitgleich durch das Schreiben irgendwie selbst therapierte. Mir das Leben nehmen? Ich? Niemals, ich hatte ein Leben für vier, das Leben ist schön und erst jetzt und hier, lebe ich Richtig.

Mich ereilten dann Zweifel, soll ich es noch veröffentlichen, ich gebe damit sehr viel persönliches Preis.
Ich entschied mich dafür, mein Leben kann morgen zu Ende sein gerade jetzt in Zeiten mit Corona und wer weiss ob man es je in meinen Hinterlassenschaften findet. Fernsehen, Kino, Netflix, vergesst alles, das wirkliche Leben ist meist viel spannender.
Mir ist es egal was einige Menschen von mir denken, es ist (m)ein gelebtes Leben, ungeschönt, sehr turbulent, nicht immer fair und gerecht.

Inhalt

Mehr als sechszig Beziehungen immer auf der Suche nach der Richtigen, einen Mord in der Familie, eine Flucht aus der DDR, und immer das Gefühl, ich wollte dort nie sein. Die erste Auswanderungen, über fünfzig Autokäufe, drei Firmenpleiten, mehrere Morddrohungen an mir, eine Gasexplosion überlebt, beinahe in Eschede ums Leben gekommen, mein grosses Abenteuer USA und somit die zweite Auswanderung, die “wilde” Familie meine Frau wollte umbringen, die grosse unerfüllte Liebe und zuletzt mein geplanter Weg zum Millionär.

Fast acht Jahre habe ich daran geschrieben, dabei festgestellt, ja ich war Sexsüchtig, ganz klar. Ja ich war Konsumsüchtig. Und ja, jetzt lebe ich. Es durchläuft nun die Korrektur und Prüfung, ich trete damit vielen Menschen auf die Füße und muss, das verlangt das Gesetz, deren Namen ändern, sie und auch mich schützen. Es wird wahrscheinlich nur in der Online Variante erhältlich sein, es ist definitiv nicht Jugendfrei. Zu viele F… Worte, zu viel Wahrheit über Deutschland. Mal davon abgesehen das ich keinen Verlag finde der die Eier hat es zu veröffentlichen, wäre es nach eine Woche auf dem Index und verboten, es ist aber auch die Wahrheit und damit ist es ja bekanntlich eh so eine Sache, jeder will das man sie sagt, aber die wenigsten vertragen sie.
Es ist (m)ein Leben, gleichzusetzen wie das Schicksal und das kann man nicht steuern oder gar ändern.
Man kann dieses Buch als unterhaltsam ansehen, abwertend oder einfach nur als “the real life”, als Rat gebend oder lustig. Macht Euch Euer eigenes Bild.

Mein zweites Buch (750 Seiten für eines waren dann doch zu viel) über mein Leben hier in Amerika ist bereits in Arbeit und auch dieses wird sehr informativ.
Wie startet man hier, ohne Englischkenntnisse mit fast nix, lernt viele neue Menschen kennen, kauft ein Haus, baut einen Pool, plant eine große Australien Reise.

Den genauen Erscheinungstermin gebe ich hier bekannt,

Euer stonebreaker888
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